Wegen Streik keine Entschädigung für Flugverspätungen?

Die jüngste Streikwelle in der Europäischen Luftfahrt hat die Frage aufgeworfen ob Fluglinien einen außergewöhnlichen Umstand geltend machen können und keine Entschädigung bei Flugverspätungen, Flug Annullierung, verpasstem Anschlussflug oder bei einem überbuchten Flug zahlen müssen.
Die jüngste Judikatur auf nationaler und europäischer Ebene gehen in die Richtung, dass es sich bei einem „wilden Streik“, das heißt einem Streik, der nicht durch eine offizielle Gewerkschaft veranlasst wird um keinen außergewöhnlichen Umstand handelt. Die Fluglinie muss also zahlen.

In Österreich wird im Einzelfall geprüft. In Deutschland neigen die Gerichte dazu jeden Streik als außergewöhnlichen Umstand zu werten. In Spanien hingegen zählt üblicherweise ein Streik nie als außergewöhnlicher Umstand.

Im Falle eines Streiks muss das Luftfahrtunternehmen nicht nur einen außergewöhnlichen Umstand geltend machen, sondern auch nachweisen können, dass es alle zumutbaren Maßnahmen unternommen hat, um Auswirkungen des Streiks auf die ordnungsgemäße Durchführung der Flugpläne zu vermeiden oder so gering wie nur möglich zu halten.
Das Urteil bezüglich der „wilden Streiks“ ist jedenfalls richtungsweisend für die Zukunft, dass nicht jeder Streik automatisch ein Freibrief der Luftlinie für Flugverspätungen, Flugstreichungen oder verpasste Anschlussflüge ist.

bis zu € 600,- Entschädigung

Flugverspätung? Flugausfall?

Mit EURO FLY REFUND zur Entschädigung

Für Fluggäste empfiehlt es sich auf Grund der ungewissen Rechtslage die Geltendmachung der Ansprüche an professionelle Flugentschädigungsfirmen wie EuroFlyRefund zu übergeben, da diese in der Folge die Prüfung und auch allenfalls das Prozessrisiko in einem Rechtsstreit übernehmen. Denn auch bei den Gesetzten und Verordnungen rund um die Fluggastrechte Verordnung 261/2004 gilt, dass wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat man als Fluggast seine Rechte auf eigenes Kostenrisiko durchsetzen muss und hier macht es vor allem die schwierige Beweisführung den nicht ständig mit der Materie befassten Rechtsanwälten schwer unwiderlegbare Beweise für das schuldhafte Verhalten einer Fluglinie zu beweisen und somit den Entschädigungsanspruch bei Flugverspätungen, aber auch verpassten Anschlussflügen gestrichenen Flügen sowie überbuchten Flügen mit verweigertem Boarding durchzusetzen.

Zudem machen es die Airlines Fluggästen, die auf eigene Faust versuchen ihren Anspruch durchzusetzen, sowie auch Rechtsanwälten, die solche Entschädigungsansprüche nicht öfters vertreten, zunehmend schwerer die richtige Adresse und Ansprechpartner für diese Aufforderungsschreiben zu finden. Auch bei Ausreden sind die Airlines nicht verlegen und wenden oft technische Probleme ein und hier wird es für den juristischen Laien und auch für den nicht ständig mit der EU Verordnung befassten Rechtsanwalt schwierig einen von der Airline berechtigt eingewendeten außergewöhnlichen Umstand von einem unberechtigt eingewendeten außerordentlichen Umstand zu unterscheiden. Zudem kommt noch das geographische-juristische Problem des zuständigen Gerichtsstandes. Denn hier kann man die Airline nur an ihrem Standort sowie am Abflugsort und in bestimmten Fällen auch am Landeort des betroffenen Fluges klagen. Auch hier haben Flugentschädigungsspezialisten mit Rechtsanwälten in ganz Europa einen Vorteil, zumal sich auch die nationalen Auslegungen der EU Verordnung 261/2004 in einigen Details unterscheiden. Und auch die nationale Prozessordnung und die damit zusammenhängende Gebührenordnung unterscheiden sich in Europa noch immer erheblich.